Am Donnerstag, den 04.08.2016 machte sich die Jugendfeuerwehr Bessenbach zu Fuß auf zum Zeltplatz am Wanderheim in Soden. Dort angekommen fing es leider an zu regnen und so mussten sich die Kinder und Jugendlichen beeilen, ihre Zelte zu beziehen und die Schlafsäcke auszupacken. Da wir uns von etwas Dauerregen natürlich nicht unterkriegen lassen, wurden spontan große Schirme aufgebaut und es ging daran in Kleingruppen die Zeltlager-Flaggen zu kreieren. Eines sei dazu gesagt, unserer Jugendfeuerwehr mangelt es definitiv nicht an Kreativität, denn schon in kürzester Zeit entstanden coole Designs und lustige Teamnamen. Auch das Lagerfeuer wurde trotz Regen entfacht, denn zu einem Zeltlager der Feuerwehr gehört natürlich ein Lagerfeuer, dass von Anfang bis Ende durchgängig brennt. Getreu dem Motto „Ohne Mampf kein Kampf“ ging es dann erst einmal an das Abendessen und wir füllten mit leckeren Burgern unsere ausgehungerten Mägen. Und nun war er da, der Spaßfaktor für das gesamte Wochenende und die gesamte Gruppe…ein Holzstamm und ein Eimer mit Nägeln. Mit dem Hammer ging es nun um die Wette, wer am Schnellsten den Nagel im Holz versenkt hat. Leider drückte sich das Wasser in eines der älteren Zelte hinein und so mussten unsere Jungs aus der Zwergengruppe eine Nacht im Zelt der Großen verbringen, was der Gaudi jedoch keinen Abbruch tat.

Am Freitag, den 05.08.2016 begannen wir den Tag mit einem sehr reichhaltigen Frühstück (Pancakes, Obst, Mohrenkopfweck und natürlich Wurst und Käse). Frisch gestärkt ging es dann in den Teams los zur Lagerolympiade. Geschicklichkeitsspiele, wie z.B. der Bau eines Turms aus Feuerwehrarmaturen und ein Spiel bei dem Mann Schrauben verschiedener Größen auf die passenden Muttern schrauben musste…natürlich mit Feuerwehrschutzhandschuhen, um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, aber auch das Sammeln von Stöcken für Stockbrot am abendlichen Lagerfeuerwehr waren Teil der Olympiade. Die Tagesaufgabe bestand zusätzlich darin, bis zum Abend ein Boot oder dergleichen zu bauen, dass bei Wellengang auf unserem mitgebrachten Pool schwimmen musste. Mit großer Begeisterung meisterten die Kinder und Jugendlichen ihre Aufgaben mit Bravur und so war es für die Jury sehr schwer, den besten zu küren. Gut, dass wir Ausbilder noch weitere Aufgaben geplant hatten. Eine bestand darin, für den letzten Abend des Zeltlagers als Team eine Aufführung vorzubereiten. Hierbei sollten der Fantasie keine Grenzen gesetzt werden. Aber hierzu am Samstag mehr. Nach einem leckeren Abendessen ließen wir den Abend am Lagerfeuer gemütlich ausklingen. Naja, zumindest bis 22 Uhr…denn plötzlich passierte etwas Unvorhersehbares…ein Überfall…Oh nein unsere Flagge…aber klar, wir sind ja bei der Feuerwehr und so machten wir es unseren Überfällern, den Bessenbacher Ministranten, nicht ganz so einfach. Die Flagge hing hoch über dem Lager, gut bewacht und eigentlich für niemanden erreichbar. Nach ein paar Minuten des Suchens und Jagens hatten wir die Überfäller unter Kontrolle. Sie saßen und lagen festgekettet an Bänken um unser Lagerfeuer herum. Das war eine Gaudi. Nach langem hin und her konnten wir uns dann mit den lieben Ministranten auch auf eine Auslöse einigen und so ließen wir sie wieder frei. Und so endete der Freitagabend mit einer großen Teamaufgabe, denn Überfäller kann man eben nur als Team besiegen.

Am Samstag, den 06.08.2016 wurden nach dem Frühstück coole Schlüsselanhänger erstellt. In allen möglichen verschiedenen Farben und Mustern beschäftigten sich unsere Kinder und Jugendlichen mit dem erstellen der Schlüsselbänder. Jeder durfte natürlich auch einen mit nach Hause nehmen. Der Rest wird im kommenden Jahr am Familientag an die Festbesucher verkauft. Nach dem gemeinsamen Mittagessen ging es für die Mini-Gruppe auf große Reise. Sie machten sich auf nach Bessenbach, wo sie für ihren MTA-Lehrgang eine Einsatzübung zum Thema Löschwasserversorgung durchführten. Die Jungs waren mit großem Spaß bei der Sache und haben sich ihre Dusche danach im Feuerwehrhaus verdient. Im Lager in Soden sollte natürlich auch keine Langeweile aufkommen. Während die einen vom Schlüsselbänder knuddeln immer noch nicht genug hatten, standen die anderen in der Küche und bereiteten das Abendessen vor. Mit voller Manpower wurden Bratwürste selbst hergestellt. Aber nicht einfach auf dem Grill. Die Kinder und Jugendlichen haben das Fleisch gewürzt, vermengt und schließlich in den Darm gepackt. Und eines sei gesagt, diese Bratwürste waren super lecker und die Köche hatten sehr viel Spaß beim Zubereiten. Und so gab es abends für die hungrige Meute die selbstgemachten Bratwürste mit diversen Salaten. Nach dem Spülen konnten wir endlich den bunten Abend beginnen. Wir saßen alle um das Lagerfeuer herum und es war eine große Gaudi. Die einzelnen Teams haben sich so richtig etwas einfallen lassen. Von Pantomime über lustige Aufgaben bis hin zu Geschicklichkeitsspielen und Parcours war alles geboten. Die Zuschauer waren begeistert…Alle kugelten sich vor Lachen und die Zeit verging wie im Flug. Nach dem letzten Programmpunkt wurde dann, wie es sich gehört, noch Stockbrot über dem Feuer gemacht und nach und nach gingen die einzelnen Kinder und Jugendliche ihre Zelte zum schlafen.

Am Sonntag, den 06.08.2016 war der letzte Tag angebrochen. Nach einem phänomenalen Frühstück mit allem was sich das Genießer-Herz nur wünschen kann, fingen wir an das Lager aufzuräumen. In einer ruhigen Minute wurde die gesamte Gruppe noch einmal zur Aussprache und der Siegerehrung zusammen getrommelt. Mit Stolz kann ich sagen, dass dieses Zeltlager eines der schönsten Events der letzten Jahre war. Die Jugendfeuerwehr ist eine tolle Truppe, die immer zusammenhilft und vor allem egal wie alt man ist und aus welchem Ortsteil man stammt gemeinsam sehr viel Spaß hat- Gemeinsam bauten wir die Zelte ab und fuhren ins Feuerwehrhaus, wo viele der Kinder und Jugendlichen noch beim Aufräumen halfen.  Das war super!

Ich möchte mich hiermit bei allen Bedanken, die das Zeltlager zu einem unvergesslichen Event gemacht haben. Dank Katja Günzl wurden wir wieder einmal kulinarisch verwöhnt. Auch den Ausbildern sei ein dickes Dankeschön auszusprechen, denn ohne so viel Engagement und Ideenreichtum könnten wir solch ein Zeltlager nicht durchführen. Ebenso möchte ich mich bei den Bessenbacher Ministranten für ihren Überfall bedanken. Ihr habt uns den Freitagabend erfrischt und für viel Heiterkeit und Gesprächsstoff gesorgt. Zu guter Letzt bedanke ich mich hiermit bei allen Teilnehmern, die mit viel Engagement, Spaß und Kreativität das Zeltlager in Soden belebt haben. Ihr seid einfach Spitze!

Viele Grüße und hoffentlich bis zum nächsten Jahr!

Angi